Froschenkapelle Radolfzell - diese musikalische Formation besteht seit 1967 und hat sich in den letzten 40 Jahren bis weit über die Landesgrenzen hinaus in die Herzen so mancher Blasmusikliebhaber gespielt.
Als der Froschenzunft über viele Jahre hinweg eine eigene Musik zur Gestaltung ihres Fastnachtsprogramm fehlte, wurde die Kapelle 1967 gegründet.
Es gab zwar ab 1913 immer wieder kleine Gruppierungen, die versuchten Musik zu machen,
aber es wurde nie eine spielfähige Besetzung gefunden.
Den „Großkopfeten“ der Zunft war klar, ohne Musik geht es nicht.
Deshalb entschloß sich damals der Narrenrat Sepp Mayer eine Narrenkapelle ins Leben zu rufen. Der offizielle Name der Kapelle lautet „Narrenmusik der Froschenzunft 1913 e.V.“
Der Name „Froschenkapelle“ ist die Vereinfachung dieses Namens und nur unter diesem Namen ist die Kapelle heute bekannt.
Als 1. Dirigent konnte Heinz Wittke gewonnen werden, so daß einem Auftritt am 11.11.1967 nichts mehr im Wege stand.
Durch großes Engagement des erfahrenen Dirigenten und der damals sehr jungen und erfolgsorientierten Musiker wurde sehr schnell ein beachtliches musikalisches Niveau erreicht.
Als 2. Dirigent leitete ab 1969 Erich Straub aus Liggeringen die Froschenkapelle.
Während seiner 15-jährigen Leitung wandelte sich die Froschenkapelle von der reinen Narrenmusik zur Stimmungs- und Unterhaltungskapelle. Durch ihn wurde die Froschenkapelle im In- und Ausland sehr bekannt.
Ab 1984 übernahm Dietmar Baumgartner die musikalische Leitung der Kapelle. Er unterschied sich gegenüber seinen Vorgängern darin, das er weiterhin sein exzellentes Trompetenspiel mit in die Kapelle einbrachte und nicht den Taktstock bediente.
Die Froschenkapelle war unter seiner Leitung eine immer mehr gefragte und beliebte Stimmungskapelle, deren unverkennbarer Sound durch ihn sowie durch die Musiker des noch heute existierenden Hannoken-Sextett entscheidend geprägt wurde.
Die Auftritte und Aktivitäten der Froschenkapelle hatten in er Zwischenzeit eine derartige Fülle erreicht, die eine Leitung der Kapelle durch eine Person praktisch unmöglich machte. Deshalb wurde das Gründungsmitglied Wolfgang Riester als Organisator ernannt.
Ab 1990 zeichnete sich Dieter Schafhäutle für die Organisation und das Management der Froschenkapelle verantwortlich. Ohne seinen beispiellosen Einsatz wäre die Kapelle nicht das, was sie heute ist. 2007 gab er sein Amt an Markus Bolsinger ab.
Tobias Franz übernahm 2001 die musikalische Leitung der Froschenkapelle.
Er hat viele Jahre zuvor schon bewiesen, daß er das Zeug zur musikalischen Leitung hat.
Unter seiner Feder sind viele Erfolgshits der Kapelle entstanden. Sein Humor und sein musikalisches Können spiegeln sich im Erfolg der Kapelle wieder.
Die Kapelle erfuhr mit jedem Führungswechsel einen Aufschwung, so daß es mit der Kapelle in den letzten 40 Jahren stetig bergauf ging.
Der unverkennbare Froschensound hat seither so manchen Musikfreund im Kreis Konstanz zur Nachahmung angeregt, nicht ohne Grund steht deshalb auf den Plakaten der Froschenkapelle „Das Original“.
Anhand ihres stets gefüllten Terminkalenders wird die Kapelle alljährlich anerkannt und belohnt durch die sehr gut besuchten Festhallen und treuen Fans.
Mittlerweile sind die "Froschen" auch bei den Fernsehanstalten bestens bekannt und können deshalb mit alljährlichen Engagements rechnen, wie das Beispiel der Konstanzer Fasnet des SWR mit der dazugehörigen Live-Übertragung aus dem Konstanzer Konzil anschaulich zeigt.
Auch von den großen Festen des Landes ist die Kapelle nicht mehr wegzudenken. Hier sind etwa das Darmstädter Heinerfest, das Oktoberfest Konstanz, die Kirchweih Hilzingen, das Weinfest Ballrechten-Dottingen und diverse andere Wein- und Bierfeste wie zum Beispiel in Schopfheim, Konstanz oder auf der Reichenau zu nennen.
Alle zwei Jahre wird in Radolfzell voller Spannung das neue Fasnets-Kostüm der Froschenkapelle erwartet. Die Kapelle läßt sich jedes Mal etwas Neues enfallen, um sich dadurch wieder in Szene zu setzen. Einige sollten hier erwähnt werden : Küken, Sendung mit der Maus, Pink Panther, Mexikaner, Asterix . Obelix etc.... (siehe Bilderarchiv)
Nicht zu vergessen sind auch viele Auslandsaufenthalte, die die Kapelle gestaltet und umrahmt hat. Aus den jeweiligen Presseberichten ist dabei nur Jubel und Begeisterung zu entnehmen.
So war man mehere Male bei der „Grand Fête de la Bière“ in Istres und beim "Carnaval" in Vichy.
Als Höhepunkte der Fasnettermine muß unter anderem der Staatsempfang in Stuttgart, sowie der Empfang beim Regierungspräsidium in Freiburg genannt werden.
Ein weiterer Höhepunkt in der bisherigen Geschichte der Froschenkapelle war sicherlich das 40-jährige Jubiläum der Formation am Pfingstwochenende 2007, als die Froschenkapelle im Herzengelände in Radolfzell ein großes Festzelt stellte und 3 Tage volles Haus hatte. Neben einem Festabend mit Freunden und Gönnern der Kapelle gab es auch eine Partynacht mit befreundeten Guggenmusiken sowie einen Pfingstmontagsfrühschoppen wie damals in Bankholzen. Das Fest wurde zu einem vollen Erfolg und hat die Kapelle noch mehr zusammengeschweißt.
Daß sich die Froschenkapelle Jahr für Jahr musikalisch steigert, ist unter anderem der guten Ausbildung der Musikschule Radolfzell und der Ortskapellen zu verdanken.
Den Leitern der Musik ist natürlich klar, daß ohne die Leistung jedes Einzelnen ein solcher Erfolg wie ihn die Froschenkapelle hat, nicht zu erreichen ist.
Derzeit spielen in der Kapelle 28 aktive Musiker, wobei sich seit geraumer Zeit ein Generationenwechsel vollzieht und dieser durch die Aufnahme junger Musiker ausgeglichen werden muß. Ein Zeichen guter Kameradschaft und Spaß an der Musik ist sicher die Tatsache, daß noch 3 Gründungsmitglieder in der aktuellen Formation mitspielen.